Das Hauptziel des Kongresses „Kinder.Stiften.Zukunft“ besteht darin, die Vernetzung im Kinder- und Jugendbereich zwischen den Sektoren Stiftungen, gemeinnützige Einrichtungen und Projekte sowie der Öffentlichen Hand zu intensivieren und zu stärken.
Uns erreicht kontinuierlich Feedback aus verschiedenen Quellen, dass Organisationen zwar potenzielle Partner, Förderer, Ideengeber und Unterstützer finden müssen, jedoch oft Schwierigkeiten bei der effektiven Kommunikation und Ansprache auftreten. Genau hier setzt der Kongress „Kinder.Stiften.Zukunft“ an: Gemeinsam mit engagierten Expertinnen und Experten streben wir an, praxisnahes Know-how zu vermitteln und anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen, wie diese Hürden überwunden werden können.
In diesem Jahr setzt die Castringius Kinder & Jugend Stiftung einen besonderen Schwerpunkt auf die Betrachtung von Netzwerken und Kooperationen während des Übergangs von der Schule zur beruflichen Ausbildung. Dabei liegt unser Hauptaugenmerk insbesondere auf Projekten und Organisationen, die Jugendliche und junge Erwachsenen bei ihrer beruflichen Orientierung und Entscheidungsfindung unterstützen.
Die Moderation des Kongresses 2023 liegt erneut in den Händen von Susanne Franke, einer aus Radio und Fernsehen bekannten Journalistin des Bayerischen Rundfunks.
Wir starten im Rahmen einer Podiumsdiskussion in den gemeinsamen Austausch mit:
Im Fokus steht dabei folgende Fragestellung: Wie lassen sich wirkungsvolle Netzwerke und Kooperationen etablieren, die den Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg in die Ausbildung stärken?
In diesem Jahr präsentieren wir sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag jeweils drei sogenannte Themenrunden. Hier stellen ausgewählte Projekte und Organisationen ihre Ansätze in Impulsvorträgen vor und im Anschluss mit den Teilnehmenden in Diskussionen vertiefen. Konstruktive Gespräche und das Netzwerken stehen hierbei im Vordergrund.
Im diesem Jahr bieten wir sowohl am Morgen als auch am Nachmittag jeweils drei spezielle Themenrunden an. In diesen Sessions präsentieren ausgesuchte Projekte und Organisationen ihre Ansätze in Impulsvorträgen und vertiefen sie im Anschluss in Diskussionen mit den Teilnehmern.
Johanna Hofmeir und Dörthe Friess
Viele Kindern und Jugendlichen mangelt es in Ihrem sozialen Umfeld an positiven erwerbstätigen Vorbildern. Sie brauchen zudem viel Unterstützung beim Aufbau der notwendigen persönlichen und sozialen Kompetenzen, um auf dem modernen Ausbildungsmarkt bestehen zu können.
Hier setzt das Projekt Pro 10 an. Kinder ab 10 Jahren werden frühzeitig angeleitet berufliche Perspektiven aufzubauen und darin unterstützt eine ihrem Potential entsprechende Ausbildung anzutreten, durchzuhalten und erfolgreich abzuschließen. Sie setzen sich dafür mit ihren berufsbezogenen Stärken und Schwächen auseinander, lernen verschiedene Ausbildungsberufe kennen und haben die Möglichkeit sich in der Praxis zu erproben.
Eingebettet in das soziale Training der Gesamteinrichtung nehmen alle Kinder zwischen 10 und 15 Jahren im Lichtblick Hasenbergl jährlich 5 Monate an diesem Projekt teil. Es umfasst eine Trainingsphase, ein Praktikum sowie eine intensive Nacharbeit. Flankierende Workshops, Kurse und Coachingeinheiten vermitteln zusätzlich berufsrelevantes Wissen und bewährte Verhaltensstrategien. In einem begleitenden Elterntraining werden die Erziehungsverantwortlichen zur wirkungsvollen Unterstützung ihrer Kinder angeleitet.
Bülent Bulut (Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München) und Alexander Wenzl (Agentur für Arbeit München)
Ein sehr guter lokaler Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und eine Vielzahl an beruflichen wie schulischen Alternativen ermöglichen jungen Menschen in München sehr gute Chancen beim Übergang Schule – Beruf. Diese Möglichkeiten stellen zugleich große Herausforderungen an den Entscheidungsprozess von jungen Menschen und ihren Erziehungsberechtigten dar. Hierbei unterstützt die Öffentliche Hand auf vielfältige Weise,
Der Kongress bietet den Teilnehmern die Gelegenheit, die zahlreichen Maßnahmen unterfüttert mit Beispielen kennenzulernen.
Quan-Minh Bottrill-Chau und Diko Derderian
Das bayernweite Verbund-Projekt FiBA+ ist im Sozialreferat im Amt für Wohnen und Migration ansässig. Das Projekt im Bellevue, das federführend von Quan-Minh Bottrill-Chau und Dikran Derderian umgesetzt wird, ist seit Februar dieses Jahres Teil des FiBA+ Netzwerkes. Das Netzwerk FiBA+ wird im Rahmen des Programms „WIR – Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Kernelement des Teilprojektes FiBA+ im BdM sind die sog. A-Teams (Ausbildungsteams): Hier werden ein*e Geflüchtete*r und 2 bis 4 ehrenamtliche Teammitglieder zusammengebracht. Das Team unterstützt gemeinsam den/die Geflüchtete*n bei der Berufsfindung und/oder schul- oder ausbildungsspezifischen Herausforderungen. Flankiert wird das Angebot durch die Betreuung der Projektmitarbeiter*innen sowie konkreten Workshop- und Supervisionsangeboten für die ehrenamtlich Tätigen. Zusätzlich werden Beratungen für queere Geflüchtete angeboten.
Während der gesamten Mittagspause haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, an Informationsständen umfassende Einblicke in weitere, ausgewählte Projekte und Angebote zu gewinnen. Eine neue Ergänzung besteht darin, dass an den Ständen zusätzlich kurze Mini-Vorträge angeboten werden.
Mit dabei sind u. a.
Welche Erkenntnisse nehmen wir aus dem heutigen Tag mit?
Mara Bertling von DEIN MÜNCHEN wird für uns alle zusammenfassen, weshalb Kooperation und Kommunikation im Kinder- und Jugendbereich unverzichtbar sind, um die Bildungs- und Lebensaussichten junger Menschen nachhaltig zu verbessern.
DEIN MÜNCHEN ist eine gemeinnützige Organisation, die sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche in München kümmert und sie durch Projekte in den Bereichen Bildung, Kultur & Sport nachhaltig am gesellschaftlichen Leben der Stadt teilhaben lässt.